Raspberry Pi installieren: Ubuntu Mate 16.xx.x (Pi 2B/3B)

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Outi
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Raspberry Pi installieren: Ubuntu Mate 16.xx.x (Pi 2B/3B)

Beitrag von Outi » 16.12.2018, 15:24

History:
26.12.2018 - V01.00 - Erste Fertigstellung



Hinweis:
Diese Anleitung/Information erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann Fehler enthalten und die Benutzung erfolgt auf eigene Gefahr.
Es wird keinerlei Haftung für Schäden und/oder Datenverluste übernommen.

!! Der Raspberry Pi 3B+ wird aktuell nicht unterstützt, sondern nur Pi 2B und Pi 3B !!

Hinweis:
!! Wichtige Info zum SSH Zugriff und WLan Vorabkonfiguration !!

In dieser Distribution ist der Zugriff per SSH (z.B. Putty) standardmäßig deaktiviert.
Leider kann man hier nicht - wie beim normalen Raspbian - eine leere SSH Datei im Root anlegen, sondern die Umstellung geht erst später über Maus und Tatstatur, wenn das System arbeitsfähig eingerichtet ist.

Auch WLan lässt sich nicht vorab per Datei im Root vorkonfigurieren, da diese Methode in Ubuntu Mate nicht unterstützt wird.
Zwar wird erkannt und gemeldet, dass WLan Netze vorhanden wären, jedoch muss auch hier eine Konfiguration nachträglich durchgeführt werden.

In dieser Anleitung wurde für WLan das OnBoard WLan vom Raspberry Pi 3B verwendet.


Installation unter Windows mit einem SD-Card-Reader:

Benötigte Hardware:
Raspberry Pi (z.B. Amazon Pi 2B oder Amazon Pi 3B (Der Pi 3B+ wird aktuell nicht unterstützt !!)
Passendes Netzteil mit Micro-USB-Anschlusskabel (z.B. Amazon bis Pi 2 mit 2A oder besser gleich Amazon bis Pi 3 mit 2,5A
SD Karte ab 8 GB (oder gleich 32 GB für kleines Geld wie diese hier: Amazon Transcend microSDHC 32GB Speicherkarte mit SD-Adapter)
Wenn die Preise mal wieder anziehen, hier die 16GB Version der Karte: Amazon Transcend microSDHC 16GB Speicherkarte mit SD-Adapter
Evtl. Gehäuse (z.B. offiziell für Amazon Pi 2B oder Amazon Pi 3B)
Evtl. aktiven USB HUB
WLan Stick Amazon EDIMAX EW-7811UN Wireless USB Adapter (wird hier verwendet für Pi 2B, der Pi 3B hat WLan onboard !!)
Maus, Tastatur & Monitor (NOTWENDIG, da Erstkonfiguration nur darüber geht !!)

Hinweis:
Die oben genannten Amazon Beispiele sind reine Vorschläge !! und haben teilweise weitere Auswahlmöglichkeiten bez. Ausstattung und Händler.
Hier kann man u.U. durch gezielte Händlerwahl (nicht alles immer bei einem Händler erhältlich) Porto und Versandzeiten sparen und ggf. sogar beim Preis. Amazon lässt keine direkte Auswahlen zu, daher bitte vor Bestellung immer prüfen, was man wo zu welchem Preis bestellt !!
Auch ist nicht immer gesagt, dass alles immer oder ewig verfügbar ist.

Es gilt wie immer: keine Garantie, Gewährleistung, eigenes Risiko, denn die Bespiele stehen in keinerlei Zusammenhang mit RaspiFun.de und Irrtümer und Änderungen möglich.


Benötigte Programme:
Externer Link Seite / Tool (neue Version 1.0 !!)
Externer Link (komplett)
Externer Link
Externer Link oder Externer Link (oder einen anderen Packer/Entpacker)

Optional:
Externer Link (neue, noch einfachere Version)

Benötigtes Image:
Externer Link


Inhaltsverzeichnis:
(1) Übertragen des Images von Ubuntu Mate auf die SD Karte
(2) Erster Start des Raspberry Pi und Login


(1) Übertragen des Images von Ubuntu Mate auf die SD Karte

Zuerst wird die offizielle Webseite aufgerufen (siehe Link über dem Inhaltsverzeichnis) und die Raspberry Pi Sektion angeklickt:

Bild

Daraufhin folgt diese Auswahl:

Bild

Da es hier nur eine Version gibt, wird eben diese angeklickt, woraufhin das eigentliche Downloadfenster erscheint:

Bild

Da wir nix über Torrent laden wollen, sondern das Image direkt, ist der oben rot eingekreiste Balken anzuklicken.
Im folgender Abfrage wählen wir das Verzeichnis auf dem PC, wo die heruntergeladene Imagedatei gespeichert werden soll:

Bild

Da das Image gepackt ist und somit erst entpackt werden muss, kann dies nun mit einem Packer/Entpacker durchgeführt werden, der das heruntergeladene Dateiformat kennt. Für diesen Zweck kann man z.B. die Testversion des oben verlinkten WinRAR benutzen oder eben jedes andere Tool, dass dieses Dateiformat ebenfalls kennt. In meinen Augen ist WinRAR sein Geld wert, wenn man es oft benutzt und kauft aber wie gesagt, das ist nur eine reine Empfehlung. Ein kostenloses Tool ist das oben genannte 7-Zip, welches ebenfalls mit diesem Dateiformat umgehen kann.

Das Entpacken ist mit den oben genannten Tools sehr einfach. Man macht einfach einen Rechtsklick auf das gepackte Image und wählt dann "Hier entpacken".

Nachdem das Image nun in einem verwendbaren Format vorliegt, wird es auf die leere SD Karte geschrieben. Die SD Karte muss vorab nicht formatiert oder gelöscht werden, denn das geschieht im nachfolgenden Prozess automatisch.

Unter Windows hat sich zum Flashen dieses Programm bewährt:
Externer Link Seite / Tool

Wird auf den Link geklickt, erscheint die offizielle Downloadseite und der Download der aktuellen Version wird nach 5 Sekunden automatisch gestartet.

Nach der Installation und dem Start des Programms erscheint folgender Schirm:

Bild

Rechts oben steht im Fenster unter "Datenträger" die Laufwerkauswahl, auf die der Imager zugreifen kann. Hier sollte unbedingt das Laufwerk ausgewählt werden, in dem die SD Karte eingesteckt wird/wurde. Sonst kann es passieren, dass man andere Karten oder Speicher löscht und überschreibt.

Nun links neben dem Laufwerksbuchstaben auf das Verzeichnissymbol klicken und die heruntergeladene Imagedatei angeben.

Bild

Wichtig ist auch, dass unten auf "Schreiben" gecklickt wird, sonst schreibt das Programm den Inhalt der SD Karte in die Image Datei, was vermieden werden sollte, später aber für Backupzwecke ganz nützlich ist, wenn die Installation fertig ist.

Die nachfolgende Warnung, dass die eingelegte SD Karte gelöscht wird, mit YES bestätigen.

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Nun folgt das Übertragen der Image Datei auf die Karte, bei dem der Fortschritt angezeigt wird.
Die angezeigte Übertragungsrate hängt von der Karte, dem Kartenleser und dem USB Port ab. Die Werte können also auch deutlich abweichen.

Bild

Wenn alles glatt und ohne Fehler gelaufen ist, erscheint die folgende Bestätigung und hier wieder klicken auf OK klicken:

Bild

Parallel dazu erscheint u.U. eine Meldung von Windows, dass man ein bestimmtes USB Laufwerk für die Nutzung formatieren solle, was aber unbedingt abgebrochen werden muss:

Bild

Diese Meldung kommt daher, dass neben dem für Windows sichtbaren Startbereich der SD Karte auch noch eine weitere Partition angelegt und Daten im Linux Format hineinkopiert wurden, mit dem Windows nichts anfangen kann und daher ein eigenes Format möchte.
Würde dieses Laufwerk formatiert, wäre das zuvor erstellte Image wieder weg und die SD Karte - bis auf den Startbereich - wieder leer.

Verlassen wird der Imager mit Beenden:

Bild

Nun wird die SD Karte unter Windows abgemeldet, aus dem Kartenleser entfernt und in den Raspberry Pi 2B oder 3B gesteckt.


(2) Erster Start des Raspberry Pi und Login

Bei Ubuntu Mate handelt es sich um ein sogenanntes Desktopbetriebssystem, bei dem man in der Regel mit Maus und Tastatur vor dem Monitor sitzt.
Hier per SSH über Putty zuzugreifen macht wenig Sinn. Es geht zwar aber rein mit der Konsole zu arbeiten, lohnt sich der Aufwand nicht. Hier wäre das originale Raspbian zu empfehlen. Wer mag, kann den Konsolenzugriff aber trotzdem aktivieren.

Da sich hier aber anders als bei Raspbian SSH und WLan nicht vor dem ersten Start einfach so aktivieren lassen, müssen zuerst Maus, Tastatur und Monitor angeschlossen werden.
Da ich bei dieser Variante leider keine Screenshots machen kann, habe ich den Monitor abfotografiert und bitte um Nachsicht bei der Qualität der Smartphone Fotos.

Es folgt also nun der Anschluss von Maus, Tastatur, Monitor Netzwerkkabel (für Internetzugang) und zum Schluss die Spannungsversorgung.

Wichtig ist hier nochmal zu erwähnen, dass Ubuntu Mate in der Raspberry Pi Version aktuell nicht auf dem Raspberry Pi 3B+ läuft.
Es soll zwar Modifikationen geben, mit denen man das doch irgendwie hinbekommt aber einer offizielle Version ist bisher nur angekündigt und soll dann statt Version 16.x die Nummer 18.x tragen.

Wer das zuvor geflashte Image auf einem Raspberry Pi 3B+ startet, bekommt folgendes Bild zu sehen:

Bild

Hier ist neben dem Farbfeld gut der kleine gelbe Blitz zu sehen, der normalerweise anzeigt, dass das Netzteil zu schwach ist.
Seit dem Raspbery Pi 3B+ zeigt dieser aber auch an, dass nicht das Netzteil der Grund ist, sondern, dass kein unterstütztes Betriebssystem erkannt wurde.
Dieses Bild erscheint also auch bei alten Raspbian Images, die noch vor dem Erscheinen des Pi 3B+ im Umlauf waren.

Hat man nun einen passenden Pi (2 oder 3) gestartet, erscheinen die üblichen Zeilenabläufe, die man bei fast allen Linux Distributionen beim Start sehen kann. Nachdem dieser Zeilenaufbau durch ist (bei mir erschien sogar eine kurze Fehlermeldung, die aber scheinbar ok war), schaltet das System auf den grafischen Modus um und zeigt an, dass WLan Netze erkannt wurden und man sieht auch kurz das Logo.

Wenn das System soweit durch ist, erscheint ein Willkommensbildschirm und fragt die Systemsprache ab:

Bild

Nachdem man "Deutsch" als Sprache bestätigt hat, erscheint die Abfrage des Aufenthaltes (u.A. auch für die Zeitzone), bei dem "Berlin" voreingestellt wurde, da wir zuvor "Deutsch" als Sprache gewählt hatten:

Bild

Nun folgt die Sprachauswahl der angeschlossenen Tastatur:

Bild

Danach werden die Accountdaten festgelegt:

Bild

Gleich danach startet die Installation:

Bild

Dann noch ein paar kleine Änderungen:

Bild

Zum Schluss, wenn alles soweit durch ist, erscheint das Login:

Bild

Nach dem erfolgreichen Einloggen wird man mit einem Willkommensfenster begrüßt:

Bild

Nachdem das vorherige Fenster geschlossen wurde, befinden wir uns auf dem Desktop:

Bild


Wird fortgesetzt ….

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